La Serena ist mal wieder eine richtig schöne Stadt und am Abend war - aus welchem Grund auch immer - noch die Hölle los, ein richtiges Dorffest mit vielen Strassenmusikanten, -künstlern und Ständen - und viel Volk.
Heute machten wir uns einen gemütlichen AHV-Ausflug ins Valle de Elqui, das bekannt ist für seine Weinreben und die Papayas und wo es ein bisschen ähnlich ist wie bei uns im Tessin, angenehm warm und auch endlich wieder grün, sogar mit Wäldern. Im Hauptort des Tales, Vicuña, gibt es ein Museum über Chiles berühmteste Schriftstellerin, Gabriela Mistral. Auch der beste Pisco heisst Mistral und wir ziehen es vor, diesen Mistral genauer kennenzulernen und besuchen die Piscobrennerei in Pisco Elqui. Hier hat es auch das flauschigste "Grotto" unserer ganzen Reise: man kann ganz gemütlich draussen neben Feigenbäumen unter einer Pergolla sitzen und den Pisco Mistral 35• (bei 35Grad Wärme) geniessen, und dieser ist wirklich fein. Wir kaufen gleich 2 Flaschen (wissen aber nicht, ob die wirklich noch im Koffer Platz haben, ich befürchte eher nicht, aber schlimmstenfalls ...) und dürfen die Flaschen auch gleich selbst vom Fass abfüllen, verschliessen und etikettieren. Dann gibts einen feinen Ensalada chilena (am Anfang waren wir noch zurückhaltend mit Salaten, da wir uns noch gut (bzw. schlecht) an Montezumas Rache in Mexiko 1994 erinnern konnten, hier in Chile kann man aber praktisch alles essen, ohne es später auf den baños bereuen zu müssen.)
Nach der Siesta fahren wir zurück nach La Serena, wo wir im Hotel direkt am Meer einchecken (diesmal hat Ivos Reservation geklappt) und bekommen nun also auch noch einen Hauch mallorcinische Ballerman-Stimmung, denn hier hat es nun viele sonnenhungrige Touris und viele Hotels am Strand, obwohl das Meer auch hier kaum 20Grad ist. Diesmal kommt aber auch Ivo ins Wasser, aber leider haben wir uns zu früh gefreut: nach 5min haben mich schon zwei Quallen am Bein "gestochen", was den Badespass doch etwas trübt.
Dann müssen wir nun definitiv unseren Suzuki abgeben. Er hat uns nun doch fast 3000 km ausgehalten, er hat uns sicher hierher gebracht und wir haben vieles zusammen durchgemacht, auch Durststrecken, so fällt uns der Abschied beiden nicht leicht ;-) Hertz zeigt sich übrigens grosszügig und erlässt uns die Kosten für den Tag, an dem unser Suzuki in der Garage war, ein weiterer Grund, um Hertz nochmals zu loben, darauf kann man doch aufbauen!
Salü zämä!
Eure Reiseberichte sind wirklich grossartig und spannend. Eure sportlichen Leistungen im Altiplano sind beeindruckend. Weiterhin viel Glück auf eurer Entdeckungsreise!
Liebe Grüsse
Rosmarie & Otti
Kommentiert von: Otto Schrackmann | 21. Januar 10 um 14:05 Uhr