Morgens um 7 am Strand von La Serena: ich jogge friedlich am Meer entlang, als ich plötzlich Begleitung bekomme. Hier - wie überall in Chile - hat es viele freilebende (herrenlose) Hunde, und ein solcher fand es nun wieder mal an der Zeit, einem Herrchen zu folgen. Bald waren es zwei, dann drei und so joggte ich zeitweise zusammen mit 6 Hunden am Strand, alle waren aber todfriedlich und nur einfach verspielt, bellten nie rum - wie alle Hunde, denen ich hier begegnet bin. Ob sie erst das dauernde Halten an einer kurze Leine bei uns aggressiv macht?
Dann um 11.30 Uhr fliegen wir nach Santiago zurück. Unsere Koffer haben in nur 2 Wochen ca. 4kg zugenommen, mal schauen, was die LAN dazu meint. Dass ich nicht mehr ganz so schwer bin wie vor einem Jahr, lassen sie wohl nicht als Argument gelten ;-) Aber wir kommen um einen Aufpreis rum. Santiago selbst ist riesig, 7 Mio. Einwohner, und heiss (37º). Zur besseren Übersicht fahren wir mal mit dem Funicular auf den Cerro San Cristobal, wo man eine schöne Aussicht auf die Stadt hat. Schade ist nur, dass der Smog den Blick auf die nahen Anden verhindert. Unten bei der Station beginnt dann gleich das Ausgangsviertel Bellavista. Wenn man hier ein Bierchen bestellt, bekommt man gleich eine Literflasche, kleiner gibts nichts! (erinnert mich irgendwie ans Münchner Oktoberfest). Dann trinken wir doch lieber noch einen Pisco Sour.
Beim Spaziergang zurück zum Hotel merken wir, wie pulsierend diese Stadt ist; die Strassen sind voll von Menschen. Insgesamt macht uns die Stadt einen europäischen Eindruck, aber einen südländischen, denn auch in der Nacht wimmelt es im Bellavista von Leuten. Nun um Mitternacht gönnen wir uns ein Bier (1l für 3.- Fr. - da kann man wirklich nichts sagen). Dementsprechend heisst die Beiz "En el delirio 105" ;-) Danach tanzt´s sich von alleine in einer Disco bis zum Morgen durch, viele Leute, top Stimmung. Vielleicht sollten wir öfters nach Santiago in den Ausgang? ("wenns doch nur nicht so abgelegen wäre", meint der Muotathaler!)
Ihr könnt euch schon mal warm anziehen. Bei uns ist es mind. 40 Grad weniger warm als in Santiago. Aber ihr habt ja warme Klamotten dabei. Und hier ist der Smog noch natürlich, Nebel!
Irgendwie höre ich aus der Hundegeschichte heraus, dass es auch noch weniger sympatische Hunde geben mag... Ob da wohl jemand so einen kennt?
Kommentiert von: Loti Gwerder | 22. Januar 10 um 16:40 Uhr